Primarschule Lötschental
Geografische Lage und Historisches
Das Lötschental
Grösstes und neben dem Tal von Leukerbad einziges bewohntes Walliser Seitental nördlich der Rhone, von der Lötschenlücke auf 3178 m bis zum Talausgang bei Steg/Gampel auf 630 m 27 km lang, durchzogen vom Talfluss Lonza. Im oberen Teil des Tals liegen am Nordhang (Sonnseite) die Siedlungen der vier Gemeinden Ferden, Kippel, Wiler und Blatten (1370-1700 m), am Südhang (Schattseite) ausgedehnte Wälder, Weiden und Schafalpen. Das untere Taldrittel umfasst eine schroffe Mündungsschlucht mit wenigen Siedlungsplätzen.
Hinweise auf die prähistorische Begehung über den Lötschenpass als Nord-Süd-Verbindung und die Besiedlung des Tals liefern beispielsweise der aus der Frühbronzezeit stammende Pfeilbogenfund, das eisenzeitliches Schwert und keltoromanische Brandgräber. Im 13. und 14. Jahrhundert war das Lötschental dem Adelsgeschlecht der Herren vom Turn (Stammburg in Niedergesteln, östlich des Talausgangs) unterstellt. Mit dem Untergang der vom Turn wurde die Kastlanei Niedergesteln und damit auch das Lötschental Untertanengebiet der fünf oberen Walliser Zenden (Goms, Brig, Visp, Raron, Leuk). 1527-1786 kauften sich die Talbewohner sukzessive von den Zehntabgaben los, 1790 von der Gerichtsbarkeit.
1849 baute die engl. Minengesellschaft, die in Goppenstein silberhaltige Bleiminen ausbeutete, eine Wagenstrasse von Steg nach Goppenstein.
Die Erstbesteigung des Bietschhorns durch Leslie Stephen 1859 sowie die Aktivitäten des Malers Albert Nyfeler und des Priesters Johann Siegen trugen zur erfolgreichen touristischen Entwicklung des Lötschentals bei.
Mit der Eröffnung des Lötschbergtunnels 1913 fand man den Anschluss an eine internationale Eisenbahnlinie. Arbeit fanden die Bewohner auch in der 1962 eröffneten Alusuisse in Steg (zeitweise über 100 Lötschentaler Fabrikarbeiter). Seit der Inbetriebnahme der Luftseilbahn Wiler-Lauchernalp 1972 und dem Ausbau des Skigebiets werden jährlich 150'000-200'000 Logiernächte verbucht.
(Quelle: Auszüge aus Bellwald, W. 2009. Lötschental. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Unter: http://www.hls-dhs-dss.ch/index.php [23.06.2009])
Einwohnerstatistik
Einzugsgebiet der Primarschule Lötschental
| Wohnbevölkerung (2007) |
Altersstruktur in % |
|||||
| Total | Geburten |
Zuzüge | Wegzüge | 0-19 J. |
20-64 J. | > 64 J. |
| 1488 | 14 | 52 | 49 | 21 | 59.72 | 19.27 |
Erwerbsstruktur
Einzugsgebiet der Primarschule Lötschental (2000/2005):
| Beschäftigte: Total und nach Sektoren | Pendler (ohne Binnenpendler) | ||||
| Erwerbsquote der 15-64J.% |
Land- und Forstwirtschaft |
Industrie und Gewerbe |
Dienstleistung | Wegpendler | Zupendler |
| 78.37 | 199 | 41 | 352 | 59.32 | -- |