OS Weesen-Amden




Geografische Lage und Historisches

Amden
Die Gemeinde Amden gehört mit 43 km2 Fläche zu den grösseren im Kanton St. Gallen. Sie reicht vom Ufer des Walensees über den Leistkamm und die Amdener Höhe bis hinunter ins Toggenburg. Das Dorf selbst liegt auf rund 900 m ü.M., zur Gemeinde gehören aber auch die Fraktionen Arvenbüel, Fli-Amden und Betlis. Die Versorgung ist gewährleistet durch örtliche Verkaufsgeschäfte, Bäckereien, Metzgereien und die Post. Der öffentliche Verkehr bietet eine stündliche Busverbindung ab dem Eisenbahnknotenpunkt in Ziegelbrücke zwischen 06.00 Uhr und 23.00 Uhr an.
Amden wird erstmals urkundlich in einer Papstbulle aus dem Jahre 1178 erwähnt. Danach nimmt der Papst das Kloster Schänis unter seinen Schutz und bestätigt diesem auch die Besitzungen in Amden. Im Wildmannlisloch vorgenommene Grabungen erbrachten älteste Spuren menschlicher Wohnstätten. Die eingesessenen Bewohner von Amden waren rätischen Ursprungs. Später sollen Alemannen vom Westen her eingedrungen sein. Die Obrigkeit wechselte mehrere Male. So unterstand Amden den Herzogen von Schwaben, den Lenzburgern, dem Kloster Schänis, den Grafen von Kyburg, Monfort, Werdenberg und Habsburg, später den Ständen Schwyz und Glarus (1438 bis 1798). Die neuere Entwicklung steht unter der Zugehörigkeit zum Kanton St.Gallen. Lange Jahre war Amden wirtschaftlich auf sich selbst angewiesen, es gab keine Fahrverbindung mit dem Tal. In den Jahren 1880/82 wurde die Strasse Weesen - Amden gebaut. Mit der Eröffnung der Postkutschenverbindung mit Weesen am 1. August 1892, kamen Handel und Wandel und auch der Tourismus in die Gemeinde.

Weesen
Weesen, in vorchristlicher Zeit eine rätische, später eine römische Dauersiedlung, wurde im Mittelalter alemannisch und kyburgisch. Nach 1283 kam es in den Besitz der Habsburger und wurde ein wichtiger Zoll- und Umschlagplatz. Im Jahr 1388 wurde die eidgenössische Besatzung in der geschichtlich bedeutsamen Mordnacht im Städtchen Weesen umgebracht. Nach der Schlacht bei Näfels brannte die Stadt nieder. Bis 1798 stand Weesen unter der Herrschaft von Schwyz und Glarus. Mit der Eröffnung der Bahnlinie Zürich-Uster-Weesen-Sargans,1859, begann für Weesen eine touristische Blütezeit. Das Parkhotel Schwert, der älteste Gasthof am Walensee, ist erstmals Ende des 14. Jahrhunderts erwähnt.

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